Ausgaben für Wohnen haben höchsten Anteil an Konsumausgaben der Haushalte
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Frankfurt am Main, 7. Februar 2012 – Mit dem Wohnen zusammenhängende Ausgaben erhöhten sich in Europa im vergangenen Jahrzehnt deutlich und bilden aktuell den größten Ausgabenposten im Haushaltsbudget der Verbraucher auf europäischer Ebene. Dies geht aus der von der RICS veröffentlichten Studie „The Housing Sector – Household Consumption from a European Perspective“ hervor.
Als eine Folge der gestiegenen Einkommen entwickelte sich das Wohnen zum höchsten Posten der Konsumausgaben in 21 von 27 EU-Mitgliedstaaten. Darüber hinaus zeigt die Studie, dass Länder mit höherem Pro-Kopf-Einkommen einen größeren Anteil für Wohnkonsum verwenden. Die Bedeutung des selbstgenutzten Wohneigentums hat ebenfalls zugenommen. Im Jahr 2010 wurde der Gegenwert von mehr als 1.600 Milliarden Euro in den EU-Mitgliedstaaten für das Wohnen ausgegeben.
Sander Scheurwater, Head of RICS EU Policy and Public Affairs: „Die Tatsache, dass die mit Wohnen verbundenen Ausgaben der größte Posten beim Konsum der Haushalte sind, liegt zum einen in den ständig gestiegenen Ausgaben für Energie begründet. Deswegen müssen wir uns weiterhin für die Energieeffizienz im Gebäudebestand stark machen. Auch haben nationale Programme in der Vergangenheit den Erwerb von Wohneigentum attraktiv gemacht. Diese Strukturen gilt es angesichts knapper ausfallender Budgets bei Staaten und Bürgern mit Blick auf Nachhaltigkeit zu überprüfen und in ihrem Erfolg zu vergleichen.“
Peter Parlasca FRICS, Autor des Reports, kommentiert: „Die Ausgaben für das Wohnen sind nicht nur ein wesentlicher Teil der Konsumausgaben. Laut Analysen der von Eurostat veröffentlichten Daten ist der Anteil, den die Haushalte für das Wohnen aufwenden, in den vergangenen zehn Jahren weiter gestiegen. Der Haupttreiber hinter dem Anstieg ist die zunehmende Bedeutung von eigengenutztem Wohnraum in Europa. Hier beruhen die großen Unterschiede zwischen den EU-Mitgliedstaaten nicht auf Einkommensdifferenzen, sondern spiegeln unterschiedliche Strukturen der nationalen Wohnungsmärkte wider.“
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