Glossar der APC-Begriffe

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Nachfolgend erläutern wir Ihnen die wichtigsten Begriffe rund um das Assessment of Professional Competence (APC):

  • APC - Assessment of Professional Competence: Das APC ist ein Verfahren zur Beurteilung der beruflichen Kompetenz, das eine praktische Aus- und Fortbildungsphase umfasst und mit einer Abschlussprüfung, dem Final Assessment, endet. Es stellt sicher, dass Kandidaten, die sich um eine Mitgliedschaft in der RICS bewerben, dazu befähigt sind, als Chartered Surveyor tätig zu sein. Abhängig vom jeweiligen Zugangsweg beinhaltet das APC: 0-24 Monate praktische Ausbildung, 48-96 Fortbildungsstunden, Quartalsberichte, Endvorlage (Graduate 1,2,3 und Adaptation Routes) und mündliche Abschlussprüfung.
  • APC Passport: Bewerbungsformular, das Kandidaten in Kontinentaleuropa online auf MyAPC ausfüllen, um sich für das APC-Verfahren, das Final Assessment und die Aufnahme als Professional Member der RICS zu bewerben.
  • APC Spezialisierung: Im Rahmen des APC entscheiden sich Kandidaten für eine fachliche Spezialisierung. Es gibt eine breite Auswahl an Spezialisierungen, je nach Markt sind es bis zu 21 Fachrichtungen. Jede Spezialisierung definiert eine Kombination von Berufsfähigkeiten, die für die Qualifikation zum Chartered Surveyor erforderlich sind.
  • Berufliche Fortbildung (Professional development): Als Bestandteil der praktischen Ausbildung und abhängig vom jeweiligen Zugangsweg müssen Kandidaten zwischen 48 und 96 Fortbildungsstunden nachweisen. Dazu zählen beispielsweise der Besuch von Seminaren, Fernstudium, Lektüre von Fachbüchern und -zeitschriften.
  • Berufliche Qualifikation (Professional qualification): Um sich für die Mitgliedschaft in der RICS bewerben zu können, muss die berufliche Qualifikation immobilienbezogen sein und die Zugangsvoraussetzungen in Bezug auf akademische Vorbildung, Prüfungsverfahren und ethische Standards erfüllen. Angepasst an die jeweiligen Bildungssysteme und Marktgegebenheiten entscheidet der für einen Kandidaten zuständige Nationalverband, ob die berufliche Qualifikation den Anforderungen für eine Mitgliedschaft in der RICS entspricht.
  • Berufsfähigkeiten (Competencies): Der Nachweis eines bestimmten Erfahrungsniveaus, um spezielle Aufgaben und Tätigkeiten auszuführen. Es geht dabei sowohl um Einstellungen und Verhaltensweisen als auch um Fachwissen und Fertigkeiten. Die Berufsfähigkeiten sind in drei Kategorien unterteilt:
    • Allgemeine Berufsfähigkeiten (Mandatory competencies): Persönliche, soziale und geschäftliche Kompetenzen, identisch für alle Zugangswege
    • Pflichtberufsfähigkeiten (Core competencies): Grundlegende Kompetenzen in der vom Kandidaten gewählten fachlichen Spezialisierung
    • Wahlberufsfähigkeiten (Optional competencies): Vom Kandidaten ausgesuchte zusätzliche Kompetenzen in der von ihm gewählten fachlichen Spezialisierung
  • Counsellor: Der Counsellor ist ein Chartered Surveyor, der einen Kandidaten während dessen Ausbildungszeit als „Mentor“ betreut und berät. In der Regel ist er im selben Fachbereich wie der Kandidat aktiv, muss aber nicht im selben Unternehmen wie dieser tätig sein. Der Counsellor arbeitet partnerschaftlich mit dem Supervisor zusammen. Er prüft und unterzeichnet die Quartalsberichte und alle weiteren Unterlagen, die ein Kandidat für das APC einzureichen hat und unterstützt ihn bei der optimalen Vorbereitung auf das Final Assessment.
  • CPD (Continuing Professional Development) oder Life-Long Learning: Mitglieder der RICS sind dazu verpflichtet, ihre Fähigkeiten und Kenntnisse systematisch zu erhalten, zu verbessern und zu erweitern. Dies dient dazu, mit den neuesten Entwicklungen der Branche und der Märkte Schritt zu halten und sich und ihren Kunden einen Wettbewerbsvorteil zu sichern. Aufgrund der zentralen Rolle, die CPD in der Ethik der RICS innehat, wird die Fortbildung der Mitglieder von RICS Regulations überprüft.
  • Endvorlage (Critical analysis): Für sein Final Assessment legt ein Kandidat der Graduate 1,2,3 und Adaptation Routes einen 3.000 Worte umfassenden Bericht vor, der seine persönliche Beteiligung an einem oder an mehreren Projekten während der Ausbildungszeit erläutert. Den Schluss bildet die kritische Bewertung des Projekts, zusammen mit einem Abriss der erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen. Die Endvorlage muss den Prüfern zeigen, dass der Kandidat über die für seine Spezialisierung notwendigen Kompetenzen verfügt und diese gezielt anwenden kann. Sie dient dazu, sein Verständnis für Projekt und Verfahren, die Breite und Tiefe seiner beruflichen Erfahrung sowie seine kommunikativen Kompetenzen zu beurteilen und bildet die Grundlage für Fragen in der mündlichen Prüfung.
  • Ethische Verhaltensrichtlinien (Rules of Conduct): Mitglieder der RICS sind an einen strengen Verhaltenskodex gebunden, um den Interessen der Kunden und der Öffentlichkeit gerecht zu werden. Dieser ist im Rahmen der Royal Charter and Bye-Laws geregelt. Nachgewiesene Verstöße gegen die Richtlinien können bis zum Ausschluss aus dem Verband führen. Detaillierte Informationen zu den neuen grundsatzorientierten Verhaltensregeln für Mitglieder, die im Juni 2007 in Kraft getreten sind, sind unter www.rics.org/newregulation erhältlich.
  • Fakultät (Faculty): Der Berufsstand deckt ein sehr breites, vielfältiges Spektrum an Tätigkeiten ab. Daher haben sich viele Professionals auf einen oder mehrere Fachbereiche spezialisiert. Die RICS hat die Tätigkeitsfelder in 16 „Fakultäten“ unterteilt: Anlagen- und Maschinenbau, Baukonstruktion, Baucontrolling, Dispute Resolution, Facility Management, Gewerbeimmobilien, Kunst und Antiquitäten, Landvermessung, Landwirtschaft, Managementberatung, Mineralien und Entsorgungstechnik, Planung und Entwicklung, Projektmanagement, Umwelttechnik, Wertermittlung, Wohnimmobilien.
  • Final Assessment: Die Abschlussprüfung wird von einem Prüfungsausschuss durchgeführt, der sich aus zwei bis drei Prüfern zusammensetzt, und dauert ca. eine Stunde. Sie besteht in der Regel aus einer Präsentation des Kandidaten, basierend auf seiner Endvorlage, und einem Interview. Geprüft werden sowohl die berufliche Erfahrung des Kandidaten als auch sein Wissen in Bezug auf aktuelle immobilienwirtschaftliche Themen sowie fachliche und ethische Standards.
  • Lebenslauf (CV): Kandidaten der Graduate 3, Adaptation 1 und Senior Professional Routes müssen im Rahmen ihrer Bewerbung einen Lebenslauf einreichen, der dokumentiert, dass sie die erforderlichen Berufsfähigkeiten erworben haben.
  • Nachweis der Berufsfähigkeiten (Record of Competence): Kandidaten der Graduate 3 und Adaptation 1 Routes müssen einen Nachweis erbringen, dass sie über die erforderlichen Berufsfähigkeiten für die gewählte Spezialisierung verfügen.
  • Partnerorganisation (RICS approved professional organisation): Mitgliederorganisationen mit spezifischen akademischen und berufspraktischen Anforderungen, die von der RICS anerkannt worden sind. Maßstab ist beispielsweise die Vergleichbarkeit des Qualifikationsprozesses, der Berufspraxis und des Life-Long Learning.
  • Praktische Ausbildung (Structured training): Strukturierte Vorgehensweise in Bezug auf die Ausbildung eines Kandidaten, basierend auf einer entsprechenden Übereinkunft zwischen Arbeitgeber und Kandidat.
  • Prüfer / Prüfungsausschuss (Assessor / Assessment Panel): Der Prüfungsausschuss für das Final Assessment eines Kandidaten besteht aus zwei bis drei erfahrenen Chartered Surveyors, die im Fachbereich des Kandidaten tätig sind. Für ihre Tätigkeit als Prüfer qualifizieren sie sich durch regelmäßige Teilnahme an speziellen, von der RICS entwickelten Schulungen.
  • Quartalsberichte (Record of progress): Schriftliche Berichte, die Kandidaten erstellen und regelmäßig einreichen, anhand derer sie die Fortschritte in ihrer Ausbildung und den Erwerb der erforderlichen Berufsfähigkeiten dokumentieren.
  • Studentisches Mitglied (RICS Student): Studierender eines von der RICS akkreditierten Studiengangs, der sich bei der RICS als studentisches Mitglied angemeldet hat (das Anmeldeformular „Ich möchte studentisches Mitglied der RICS werden“ ist auf dieser Website abrufbar).
  • Supervisor (Graduate Routes 1, 2, 3 und Adaptation 1): Der Supervisor ist im selben Unternehmen wie der Kandidat tätig, muss aber nicht unbedingt Chartered Surveyor sein. Der Supervisor begleitet und berät den Kandidaten während der praktischen Ausbildung und im Tagesgeschäft.
  • Trainee (RICS Trainee): ein Kandidat, der sich bei der RICS für das Assessment of Professional Competence (APC) angemeldet hat, das mit der Abschlussprüfung endet. Besteht der Trainee das Final Assessment, hat er sich als Chartered Surveyor qualifiziert und ist berechtigt, die Bezeichnung MRICS hinter seinem Namen zu tragen.
  • Wiederholer (Referral): Kandidaten, die das Final Assessment nicht bestehen, dürfen die Prüfung wiederholen. Sie erhalten einen schriftlichen Bericht, in dem der Prüfungsausschuss seine Entscheidung begründet. Der Prüfungsvorsitzende macht Vorschläge zum nächsten möglichen Prüfungstermin und den erforderlichen Maßnahmen für die Vorbereitung.